Donnerstag, 12. Februar 2009

Rotorua - es stinkt!










Mal ueberlegen, was haben wir denn so die letzten Tage getrieben... ist machmal gar nicht so leicht hier einen klaren Gedanken zu fassen, da einem der penetrante Geruch nach faulen Eiern staendig in der Nase haengt.
Also, am Mittwoch wollten wir zur Abwechslung mal wieder sportlich sein und sind in den Redwood Forest zum Wandern gegangen. Leider hat uns das Wetter die letzten Tage nicht besonders gut mitgespielt, was heissen soll, dass es seit drei Tagen staendig regnet. Beim Wandern ist uns der Regen jedoch ganz gelegen gekommen, da uns unterm gehen doch recht warm wurde. Waren sogar ganz fleissig und haben uns die laengere Strecke ueber 3 1/2 Stunden ausgesucht... habens sogar in 2 1/2 geschafft :)











Abends, um 18 Uhr sind wir dann von einem Bus an unserem Hostel abgeholt und nach Mitai gebracht worden, einem traditonellen Maori Dorf. Dort wurde uns zum einen in einer Vorstellung gezeigt, wie frueher Kaempfe ausgetragen worden sind (wird heute noch als Kampfsport weitergefuehrt) und allgemein ueber die verschiedenen Traditionen der Maori. Anschliessend sassen wir dann in einem grossen Zelt, wo wir unser Hangi, das traditionelle maorische Essen bekommen haben. Dies wird auf Kohlen in einem Loch im Boden mit Saecken bedeckt gegart. Das Essen war traumhaft, man hatte eine riesige Auswahl an Speisen, die wirklich reichhaltig vorhanden waren, leider zu reichhaltig fuer uns, da wir es natuerlich wieder mal nicht lassen konnten uns grenzenlos zu ueberfressen. Das schrecklichste an der ganzen Sache war, dass es auch noch eine Nachspeise gab... und die war auch noch extrem lecker!! Ich sag nur Schokoladenrollade gefuellt mit Sahne.... ich dachte zum Schluss, ich muss platzen!















































So wurde unser Essen vorbereitet...






Tada! Unser Essen... ganz viel Fleisch!!
Nach dem Essen wurden wir noch im Dunkeln, mit Taschenlampen ausgeruestet durch ein traditionell nachgestelltes Maori Dorf gefuehrt. Dabei erzaehlte uns unser Fuehrer auch ueber verschiedene Baeume und Pfllanzen und ihre Bedeutung fuer die Maori... war echt ganz spannend. Der Weg war auch sehr schoen, da die Steilhaenge von Glowworms gesaeumt waren. Gab ein wirklich schoenes Bild ab.
Leider kann die Tour auf Grund der grossen Touri-Gruppen nicht wirklich genossen werden. War nicht so toll, sich zwischen diesen Menschenmassen die Treppen runterquetschen zu muessen. Auch beim Essen kamen wir uns eher wie auf einer Hochzeit vor, wo man eigentlich gar nicht sein will oder das Brautpaar nicht wirklich kennt und eigentlich nur wartet, bis es endlich Essen gibt, damit man anschliessend so bald als moeglich gehen kann.









Sind anschliessend noch in der Lava Bar auf einen kurzen Drink gegangen und haben dort zufaelligerweise zwei bekannte Gesichter getroffen. Die Welt ist schon unglaublich klein... Stefan und Robert, die wir in Pahia kennen gelernt hatten. Schon lustig...
Am naechsten Tag hat es natuerlich wieder unglaublich geregnet, weswegen wir unseren eigentlichen Ausflug zum Blue Lake verschoben und stattdessen einem Tatoowierer einen Besuch abegestattet hatten, der uns empfohlen wurde. Naja, waeren schon ein paar ganz schoene Sachen dabei, haette auch schon was passendes gefunden, aber dass muss noch ein bisschen warten... dafuer hat Julia, die eigentlich gar kein Tatoo wollte gleich Naegel mit Koepfen gemacht und war 3 Stunden spaeter stolze Besitzerin eines brandneuen Tattoos am linken Knoechel. Leider hab ich noch keine Fotos da, aber die werden definitiv noch nachgereicht. Schaut aber auf alle Faelle echt Klasse aus, das beste Souvenir, das man mitbringen kann!




Danach haben wir uns noch lecker Abendessen gemacht, 1 kg Garnelen, die wir fuer umgerechnet nicht einmal 11 Euro im Supermarkt gekauft hatten und Salat dazu, jammy!!
Am Abend waren wir dann nochmal in der Lava Bar... war ganz lustig, aber die Musik war schrecklich... ich sag nur Elektro! Das kann einem so einiges verderben.
Naja, das reicht erstmal fuer heute... brauch jetzt dringend meinen Starbucks Kaffee...
bis bald!

Dienstag, 10. Februar 2009

White Island

Heute hatten wir einen richtig aufregenden Tag... wir waren auf dem zur Zeit einzigen aktiven Vulkan in Neuseeland... und wir haben es ueberlebt!

Um 10.30 uhr legte unser kleines Motorboot von Whakatane Richtung White Island ab. Die Tour war gefuehrt und wir waren insgesamt eine Reisegruppe von ca. 30 Leuten. Morgens war das Wetter leider nicht sehr besonders... bewoelkt und regnerisch, aber wie sollte es auch anders sein, wenn wir einen Bootstrip unternehmen. Dementsprechend war auch der Wellengang, hab mich gefuehlt wie in der Achterbahn. Julia war die erste, die ueber ein Unwohlsein in der Magengegend klagte, leider hat es mich dann kurz drauf (nach ca 30 Minuten Fahrtzeit) auch erwischt. Hab daher den Rest der Fahrt (ca noch eine Stunde) draussen auf dem Deck, also an der frischen Luft und im Regen verbracht.... das Resultat war, dass ich nach 1 1/2 Stunden Fahrtzeit pitschnass war. Aber macht nix,... trocknet ja wieder. Ein Highlight unserer Bootsfahrt war, dass wir Delphine gesehen haben. War echt der Wahnsinn, sie haben uns dann fuer ein Stueck neben unserem Boot begleitet, waren aber auch dann schon bald wieder verschwunden.

Die Insel war echt der Wahnsinn, ueberall hat es gedampft und gebrodelt... sah wirklich aus wie bei Herr der Ringe auf dem Weg zum Schicksalsberg!

































Dieser kleine Krater heisst Big Foot












Wir sahen natuerlich auch lustig aus... aus Sicherheitsgruenden mussten wir unsere wunderschoenen Helme tragen und gegen den beissenden Schwefelgeruch (verfaulte Eier) bekamen wir unsere Gasmasken.









Gruslig, nicht wahr? :)














Frueher war hier eine Schwefelfabrik, so in den 30er bis 40er Jahren. Leider ist diese dann irgendwann pleite gegangen. Der Fuehrer erzaehlte, dass die Mienenarbeiter, die auf der Insel lebten, sich bis zu 45 mal die Zaehne am Tag putzen mussten, da sie ansonsten schwarz wurden.



Zwei Stunden sind wir zwischen Kratern und Geroell rumgewandert, dann sind wir auch schon wieder aufs Schiff. Nach einem kurzem Sprung ins Meer gabs dann noch Lunch und dann gings wieder zurueck Richtung Heimathafen. 175 $ hat der Spass gekostet, das wars aber auch wirklich wert!

Mittlerweile sind wir in Rotorua angkommen, wo wir auch die naechsten 3 Naechte bleiben werden. Fuer morgen ist eine fruehmorgendliche Wanderung im Redwood Forest geplant. Fuer den Abend haben wir eine Maori Vorfuehrung gebucht, also ein traditionelles Essen mit Erzaehlungen ueber die Maorikultur. Wird sicher spannend...

Berichte bald wies war...

bis denne!!

Sonntag, 8. Februar 2009

Waihi und Whakatane

Hallo Leute!

Ist schon ne Weile her, seit meinem letzten Eintrag...

Also, was gibts alles neues zu erzaehlen... ich fang einfach mal an.
Am Freitag, 05.02.2009 sind wir nach Waihi zu dem Ferienhaus von Nickies Eltern gefahren.












Genauer gesagt nach Waihi Beach. War schon schoen, einmal Umfallen und schon war man am Strand... und was fuer ein Strand, die Wellen waren echt der Wahnsinn. Nickie und Freunde von ihr verbrachten dort das verlaengerte Wochenende, da am Freitag Waitangi Day, ein neuseelaendischer Feiertag war.


























Gegen 20 Uhr kamen wir dort an. An dem Abend war nur noch gemuetliches Zusammensitzen und eine naechtliche Strandwanderung geboten. War ganz lustig....











Den nachsten Tag haben wir dann eher gemuetlich verbracht, d. h. wir haben versucht lange zu schlafen, sind danach an den Strand und am Abend gabs noch ein gemeinsames BBQ. Kerstin hat uns ausserdem noch die schreckliche Nachricht ueberbracht, dass es morgen 40 Grad Celsius bekommen soll, ohh mein Gott..... es war eh schon immer die letzten Tage so heiss! Aber was soll man machen, immer noch besser als Schnee und Minusgrade ;)










Beim BBQ bekamen wir ueberraschenderweise von unserer Nachbarin (weiss den Namen nicht mehr) Gesellschaft, weiss nur noch, dass sie 23 Jahre alt war. Am Anfang kam sie uns zwar schon komisch vor, aber da wir nicht einmal die Haelfte von dem verstehen konnten, was sie sagte, dachten wir uns nur unseren Teil. Im Lauf des Abends stellte sich heraus, dass nicht mal Nickie, die eigentlich ihren Slang verstehen sollte, nichts verstand. Aber zumindst hat sie zu unserer allgemeinen Belustigung beigetragen. Ausserdem ist sie in dem Glauben gegangen, dass wir drei Huebschen Russinnen sind ;)

Das BBQ war wirklich lecker... Nickie musste aber erst noch lernen, dass lachen und schlucken nicht gleichzeitig gemacht werden sollten.
Am naechsten Tag (Sonntag) sind wir dann, nachdem wir Nickie beim Aufraumen geholfen hatten, mit ihr zusammen noch zu einem wunderschoenen Wasserfall in der Naehe von Waihi gefahren.

Anschliessend haben wir uns dann auf den Weg nach Whakatane gemacht, mit einer kurzen Pause zur allgemeinen Staerkung in Tauranga.

Angekommen in Whakatane (so gegen 21 Uhr) wurde ich OPFER eines terroristischen Anschlages!!!! Beim oeffnen des Kofferraumes wurde ich nichtsahnend und aus dem Hinterhalt von einer 2 Liter Diet Coke Flasche bedroht und misshandelt!

Leidtragender: mein rechter Fuss











Der Feind: Diet Coke















Anstifter: Julia Antony (sie versteckte den Taeter im Kofferraum)













Mitwissender: unser Auto Speedy












Behandelnder Arzt: Prof. Dr. Dr. med. Ivana Martinovic













Was lernt man daraus:


1. Der Terrorismus lauert ueberall, auch in den eigenen Reihen!



2. Traue niemanden!



3. Diet Coke ist schaedlich fuer die Gesundheit!!

Trotz geschaedigtem Fuss ist es hier wirklich sehr schoen. Haben ein richtig gemuetliches kleines Hostel, Loyds Londge, gefunden.
Mal ein paar Fotos, damit ihrs euch vorstellen koennt, ist wirklich nett hier!
Heute wollen wir noch einen 1 stuendigen Wanderweg ausprobieren, wo man zu einem schoenen Strand kommen soll. Fuer morgen haben wir eine gefuehrte Tour nach White Island gebucht, einer Vulkaninsel 50 km von der kueste entfernt.


Werd euch auch in Kuerze davon berichten, aber mir geht jetzt dann gleich die Zeit aus.... muss deshalb schluss machen.


Also dann bis bald und passt auf auf euch.... wie gesagt, der Terrorismus lauert ueberall ;)

Mittwoch, 4. Februar 2009

Ivana ist da!!!!


JUHUU, um 22.30 Uhr, nach einer endlos langen Odyssee, ist Ivana endlich in Auckland angekommen. Julia und ich sind bereits seit 21 Uhr wie auf brennenden Kohlen gesessen und haben vor dem ACB, das Hostel in dem sie untergebracht ist, gewartet um sie endlich in Empfang zu nehmen. Waren echt erleichtert, sie endlich gesund und heil bei uns zu haben! Sind daraufhin noch kurz in die Globe Bar, um auf unser Wiedersehen anzustossen.


Ansonsten war der gestrige Tag recht gemuetlich. Nach unserer Internetsitzung sind Julia und ich noch ein bisschen shoppen gegangen in der Queenstreet (groesste Einkaufstrasse im Zentrum Aucklands), war das schoen :)
Um 18 Uhr sind wir dann noch ins Kino und haben uns Twilight angesehen, ein richtig schoener Frauenfilm zum Dahinschmelzen.
Heute sind wir, nachdem wir uns mal wieder richtig ausgeschlafen hatten, gegen Mittag nach Auckland gefahren, um Ivana bei ihrem ganzen Papierkram, den sie noch zu erledigen hat, zu helfen.
Mussten uns heute dann auch schon von Jason, Nickies Freund, verabschieden, da er heute wieder zurueck nach Hause nach Warkworth faehrt. Natuerlich hab ich ihn auch gleich in mein kleines "Poesiealbum", dass ich von meinen Freundinnen bekommen hab, schreiben lassen und ein Abschiedsfoto geknipst.
Morgen gehts dann auch schon wieder weiter fuer uns. Haben Nickies Einladung, zu dem Ferienhaus mitzukommen, dankend angenommen. Dementsprechend werden wir uns dann morgen im Lauf des Tages auf den Weg Richtung Sueden machen.

Tja, das wars eigentlich schon wieder, mehr neues gibts seit gestern nicht.

Also dann, bis bald!

Dienstag, 3. Februar 2009

Back in Auckland



Mittlerweile bin ich wieder zurueck in Auckland. Sind am Sonntag von Paiha abgereist. War schon eine schwere Trennung, dort kann mans wirklich aushalten.


Am Samstag waren wir auf einer Kajaktour durch die Bay of Islands, war zwar recht anstrengend, hat aber unglaublich Spass gemacht!

Zurest haben wir eine kleine Insel angesteuert, auf der ein Weingut war. Dort gabs dann erstmal eine gemuetliche Pause mit Snacks, 6 verschiedenen und sehr guten Weinen zum Probieren und einer wunderschoenen Sicht auf das Meer und die Weinberge.





Danach gings mit den Kajaks weiter zur naechsten Insel, von wo aus wir einen unglaublichen Ausblick ueber das Meer hatten. Unser Fuehrer, ein Maori, hatte noch zwei Flaschen Wein dabei, die noch zu leeren waren. Nebenbei unterhielt er uns mit historischen Geschichten der Bay of Islands und zeigte uns den Platz, wo die ersten Europaeer nach Neuseeland gekommen sind. Anschliessend hiess es wieder zurueckpaddeln. Julia musste sich furchtbar ueber ihren Hintermann Danny, einen Koreaner, aergern, da er nicht faehig war das Kajak zu steuren, was eigentlich seine Aufgabe war. Daher hatte Julia unabsichtlichen einen kleinen Zwischenstop auf einer weiteren Insel. An unserem Strand in Pahia angekommen erwartete unser Fuehrer unsere Kajaks, da die Wellen dort recht stark waren und es sehr leicht passieren konnte beim anlegen umgeworfen zu werden. Die Tour war wirklich ein voller Erfolg!


Am Sonntag wie gesagt, haben wir unsere Taschen gepackt und uns schweren Herzens von unserer Traumwohnung verabschiedet. Nach dem Auschecken haben wir noch einen Besuch des Waitangi Treaty Houses eingelegt, wo der Vertrag zwischen den Europaeern und den einheimischen Maori unterzeichnet wurde, der ein friedliches Zusammenleben sichern sollte. Eigentlich haette das Museum 20 $ gekostet, aber irgendwie haben wir das erst rausgefunden, als wir schon alles gesehen hatten und die Kasse erst zum Schluss sahen, somit hatten wir uns das Geld gespart.













Danach machten wir noch eine insgeamt 3 stuendige Wanderung zu den Haruru Falls. Muss aber ehrlich gesagt gestehen, dass die Rainbow Falls in Keri Keri beeindruckender waren. Ausserdem war es an dem Tag unglaublich heiss, nicht optimal fuer eine Wanderung, und obwohl der Weg nicht schwer war, fuehlten wir uns danach, als ob wir einen Marathon hinter uns hatten.










Danach sind wir dann auf dem Motorway Richtung Auckland geduest, haben aber am Sonntag Abend noch eine Nacht in Waipu verbracht, da der Weg auf einmal zu lange gewesen waere. Am Montag haben wir dann unseren Weg nach Auckland mit einem kleinen Zwischenstop an einem wunderschoenen Surferstrand fortgesetzt und haben Auckland um 16 Uhr erreicht. Wir hatten mit Nickie vereinbart, dass wir um 17 Uhr bei ihr sind, da wir die naechsten Tage bei ihr schlafen koennen. War echt schoen, Nickie und Jason wiederzusehen (zur Erinnerung, wir haben die beiden auf dem BBQ auf der Farm kennengelernt). Nickie hat uns dann auch prompt angeboten, uebers Wochenende mit ihr zu einer kleinen Ferienwohnung an einem Strand 2 Stunden suedlich von Auckland mitzukommen. Dort bleiben sie von Donnerstag bis Sonntag mit Freundinnen, da am Freitag ein Feiertag ist. Wir wurden also herzlich aufgenommen und sind noch was Essen gegangen.

Gestern war dann noch ein aufregender Tag fuer Nickie, da ihre Schwester ihre Zwillinge gestern bekommen hat. Nickie war somit gester bis Mitternacht im Krankenhaus und kam dann zwar muede aber erleichter heim, da beide gesund und munter zur Welt gekommen sind, sie heissen Kennedy und Lincoln, lustig oder?


Ivana haette ja eigentlich gestern schon ankommen sollen, ihr Flug von London nach Sydney wurde aber gestrichen, da die Maschine wegen einem Schneesturm nicht starten konnte. Nach weiteren Problemen in Sydney wird sie jetzt aber voraussichtlich heute Abend um 20 Uhr in Auckland ankommen. Die Arme... bin froh wenn sie endlich heil da ist :)


Na gut, in diesem Sinne, bis zum naechsten mal!